Evolutions
 

In Evolutions l wird die Entstehung des Bildes in ihrem prozesshaften Charakter bedeutsam. Das schöpferische Spiel mit den physikalischen Kräften der Erosion nutzt den natürlichen Prozess der Materialreaktionen als Agent der Werkentstehung. Evolution in fester Hand des Künstlers.

 

Evolutions II macht als Werkreihe ihrem Namen insofern alle Ehre, als sie durch sich selbst einlöst, was sie verspricht: Die nun viel konsequentere Rückbindung des prozessorientierten Werkes in die natürliche und Realität definierende dritte Dimension etabliert das Kunstwerk als geläuterte Natur.

 

Auswahl aus Evolutions I

 

In diesen Werken ist neben der Farbe der wichtigste Aspekt die Faktur. Augen- und Tastsinn konkurrieren miteinander. Das Werk präsentiert damit einen reale Oberfläche. Ich nutze die physikalischen Eigenschaften der Werkstoffe, provoziere die Materialien zu Reaktionen. Es beginnt ein Wechselspiel. Jede Reaktion ruft eine neue hervor, bis ich entscheide, die Entwicklung zu stoppen. Selbst in diesem Moment wirken die physikalischen Gesetze noch Stunden, teilweise Tage nach, bis das Werk zur Ruhe kommt und seinen endgültigen Zustand eingenommen hat. 

 

Auswahl aus Evolutions II

 

Weiterentwicklung der Reihe Evolutions I. 

In diesen Werken obliegt der Faktur ein noch höherer Stellenwert als in Evolutions I. Die Oberfläche ist real, hat Höhen und Tiefen, bildet kleine Höhlen, sie tritt aus dem Werk heraus und kommt dem Betrachter entgegen oder weicht zurück. Mit Hitze und Mechanik wird die Struktur geformt. Die Farben fließen, erhärten sich, fangen wieder an zu fließen, laufen in die eine und dann wieder in die andere Richtung, sammeln sich, trennen sich oder bilden Narben oder Falten. Solange bis ich das Werk abschliesse, indem ich den Prozess des Formens beende. Das Werk wird in dieser Position stabilisiert bis die Masse durchgehärtet ist. Dieser Vorgang dauert je nach Farbmasse bis zu einigen Tagen. 

 

Zur Vollendung des Werkes erhält es einen Rahmen und ein Passepartout, um den Kontrast der Formen und die Aussage zu verstärken, dass hier Mensch und Natur zusammenwirken. Durch das Passepartout fokusiere ich bewusst auf Ausschnitte des Werkes. Nimmt man doch auch im Leben immer nur bestimmte Bereiche wahr. Meine dreidimensionalen Werke geben Ihnen die Gelegenheit, auch "hinter diese Bereiche" wie hinter eine Fassade zu blicken, um dort mehr zu entdecken. 

 

 

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